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Innerhalb eines Jahres steigen die durchschnittlichen jährlichen Kraftstoffkosten für einen Lkw von 31.600 auf 43.000 Euro. Dieser Anstieg lässt weitere Preissteigerungen im Warenkorb erwarten.

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Die Transportunternehmen haben eine Schreckensserie zu überstehen. Zu den Lieferengpässen, die Branchen wie die der Autotransporter in die Knie zwingen, dem Mangel an Ersatzteilen und der Knappheit an Fahrern, die bereit sind, Tag für Tag zu arbeiten, kommt noch der unaufhörlicheAnstieg der Kraftstoffpreise hinzu, der für die Transportunternehmen bereits 36 % höhere durchschnittliche Jahreskosten bedeutet.

Nach Angaben der Kostenbeobachtungsstelle des Ministeriums für Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung (Mitma) beliefen sich die jährlichen Kraftstoffkosten für einen einzelnen Sattelzug für allgemeine Fracht, der im Jahr 2020 120.000 Kilometer zurückgelegt hat, auf 31.600 Euro,während dieselbe Fahrleistung im Jahr 2021 Kosten in Höhe von 42.888 Euro verursachte. Für ein Unternehmen mit einer Flotte von vier Fahrzeugen – dem nationalen Durchschnitt – belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf 171.332 Euro, bei einer Flotte von acht Fahrzeugen auf 343.104 Euro pro Jahr. Diese Verteuerung lässt weitere Preisanstiege im Warenkorb erwarten, da die meisten Produkte auf der Straße transportiert werden.

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Angesichts dieser Situation warnte der Verband der Transport- und Logistikunternehmer von Valencia (FVET) gestern in einer Erklärung,die Lage sei „besorgniserregend“, dader Preisanstieg nicht nachlasse. Nach Angaben dieses Verbandes lag der Kraftstoffpreis im Dezember 2021 bei 1,35 Euro pro Liter, wasalleinfür diesen Posten Kostenvon 4.725 Euro pro Monat und Fahrzeugbedeutet.

„Die Kraftstoffkosten machen 31 % der Gesamtkosten der Unternehmen in dieser Branche aus und sind damit einer der wichtigsten Kostenposten. Den Anstieg spüren wir Monat für Monat, Fahrzeug für Fahrzeug. Da wir diese Kosten nicht weitergeben können, könnte der Preisanstieg für viele Transportunternehmen in der Autonomen Gemeinschaft Valencia das Aus bedeuten“, erklärte Carlos Prades, Präsident der FVET, einem Verband, der 14.800 Unternehmen mit insgesamt mehr als 94.000 Beschäftigten in der Transportbranche vertritt.

Im vergangenen Dezember habe sich das Ministerium für Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung verpflichtet, innerhalb einerFrist von höchstens 60 Tagendie rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen,um die Klausel in Kraft zu setzen, die es ermöglichen würde, diese Preiserhöhung weiterzugeben, erinnern die Transportunternehmen.

Die Branche wartet jedoch noch immer auf den Gesetzestext sowie auf die konkrete Umsetzung der übrigen in der Vereinbarung eingegangenen Verpflichtungen, wie beispielsweise das Verbot des Be- und Entladens durch den Fahrer, die Verkürzung der Wartezeiten, ab denen der Transportunternehmer Anspruch auf Entschädigung hat (von zwei auf eine Stunde), die Ausstattung der Raststätten mit grundlegenden Dienstleistungen und die Schaffung sicherer Parkplätze für die Branche, um nur einige zu nennen.

„Der Gesetzestext muss unverzüglich umgesetzt werden, damit die Klausel zur Anpassung der Kraftstoffpreise und die übrigen Forderungen eines strategisch wichtigen Sektors wie dem Straßengüterverkehr wirksam werden. Als Teil des Nationalen Ausschusses für den Straßengüterverkehr werden wir vom Verband aus die Entwicklungen im Ministerium aufmerksam verfolgen“, fügte Prades hinzu.

Im Straßengüterverkehr waren die Dieselkosten im vergangenen Jahr insgesamt bereits um mehr als 30 % gestiegen. Wenn der Kraftstoff mehr als 30 % der Betriebskosten eines Sattelzugs ausmacht, würde dies nach Berechnungen der Branchenverbände bedeuten, dassdie Preise für Transportdienstleistungen um 7,5 % erhöht werden müssten, nurum den Anstieg des Dieselpreises auszugleichen. Seitdem ist der Preis weiter langsam, aber stetig gestiegen.

Der Durchschnittspreis pro Liter Diesel lag letzte Woche bei 1,444 Euro und erreichte damit erneut den im September 2012 verzeichneten historischen Höchststand. Das Betanken eines 55-Liter-Tanks mit Diesel kostet nun etwa 79,4 Euro.

Meldung von La Razón.es