Russland ist nach China der zweitgrößte Aluminiumproduzent weltweit. China musste seine Fabriken aufgrund von Covid-19 stilllegen. Die Folge: Die Preise steigen sprunghaft an.
Kaffeekapseln, Autos, Innenausstattung von Wohnungen und Getränkedosen – Aluminium ist überall. Die Produktion ist jedoch am Ende ihrer Kapazitäten angelangt, und die Preise steigen rasant: +132 % in weniger als zwei Jahren. Der Preisanstieg hat direkte Auswirkungen auf ein Fensterbauunternehmen in Paris: Der Aluminiumpreis seines Lieferanten steigt, was sich auf den Preis seiner Fenster auswirkt. „Es gibt Kunden, die ihre Renovierungsprojekte auf Eis legen“, erklärt Catherine Guerniou, Geschäftsführerin von La Fenètrière.
Bald eine Tonne Aluminium für 4.000 Dollar?
Der Preisanstieg geht in erster Linie auf China zurück, das 54 % des weltweiten Aluminiums produziert. Covid-19 trifft derzeit eine der wichtigsten Produktionsregionen. Außerdem erfordert die Herstellung von Aluminium viel Energie, um die Öfen zu beheizen. Nun sind aber die Gas- und Strompreise, insbesondere in Europa, in die Höhe geschossen.„Strom macht mehr als die Hälfte der Produktionskosten von Aluminium aus. Es gab (...) Kapazitätskürzungen, die damit zusammenhingen, dass die Energie zu teuer war”, analysiert Philippe Chalmin, Professor an der Universität Paris-Dauphine. Nach Ansicht einiger Experten könnte der Preis für eine Tonne Aluminium 4.000 Dollar erreichen.



