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Ein Maurer bei der Sanierung einer Fassade.Europa Press

Die Preise fürRenovierungsarbeitensteigen seit über einem Jahr kontinuierlich an. Die Pandemie führte zu einem drastischen Anstieg der Preise fürRohstoffe undMaterialien, die in der Baubranche verwendet werden. Außerdem ließ sie die Nachfrage in die Höhe schnellen. Doch derKrieg in der Ukraineund die aktuelle geopolitische Lage treiben die Kosten für Renovierungsarbeiten am Eigenheim noch weiter in die Höhe.

Noch vor einem Jahr lag der Durchschnittspreis für eine Standardrenovierung einer Wohnung bei 500 Euro pro Quadratmeter, während eine Renovierung der Spitzenklasse etwa 600 Euro/m² kostete. Der stetige Preisanstieg bei Materialien wie Holz, Kupfer, Aluminium oder Glas hat jedoch dazu geführt, dass der Durchschnittspreis in den letzten zwölf Monaten um 30 % gestiegen ist.

Stopp bei den Renovierungsarbeiten nach dem „Boom“ während der Pandemie

Laut dem Immobiliennetzwerk Donpiso muss man derzeit rund 650 Euro pro Quadratmeter für eine Standardrenovierung einer Wohnung bezahlen, während die Kosten in den Premium-Segmenten auf bis zu 800 Euro pro Quadratmeter steigen. Dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass die Rohstoffe für die Herstellung der genannten Produkte aus China importiert werden.

Zudem warnen sie davor, dass die Preise für bestimmte Materialien ihren Höchststand noch nicht erreicht haben. Und dieser allgemeine Anstieg der Kosten für Wohnungsrenovierungen fällt für die Branche in Spanien auf einen entscheidenden Zeitpunkt, da derzeit die europäischen Wiederaufbaumittel für die energetische Sanierung von Gebäuden verteilt werden. Das Ziel besteht im Wesentlichen darin, den Energieverbrauch dieser Gebäude durch den Austausch von Fenstern oder Heiz- und Kühlsystemen um mindestens 30 % zu senken.

DerMinisterrathat am heutigen Dienstag die Aufteilung von 1.389 Millionen Euro an EU-Mitteln auf die Autonomen Gemeinschaften beschlossen, um die Sanierung von Gebäuden voranzutreiben. Ziel ist es, deren Energieeffizienz zu verbessern und den Energieverbrauch dieser Gebäude durch denAustausch von Fenstern oderHeiz- undKühlsystemen um mindestens 30 % zu senken.

Die Regierung geht davon aus, dass die Verteilung der Mittel erhebliche Auswirkungen auf die Beschäftigung haben und die Schaffung von rund 180.000 neuen Arbeitsplätzen ermöglichen wird, um die Reformen umzusetzen, die bis 2026 durchgeführt werden können.

Wenn keine unerwarteten Komplikationen auftreten, dauert eine umfassende Renovierung eines mittelgroßen Wohnhauses zwischen zwei und drei Monaten. Allerdings hängt dies ganz von der Wohnfläche der Immobilie ab. Nach Angaben von Donpiso kann ein Haus mit 70 Quadratmetern innerhalb von zwei Monaten renoviert werden, während die Arbeiten bei einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern bis zu sechs Monate dauern können.

All dies gilt natürlich nur, sofern es nicht zu Engpässen oder Lieferausfällen bei bestimmten Materialien kommt, wie sie in den letzten Monaten aufgetreten sind und die eine Neuplanung des Zeitplans für die Bauausführung erforderlich gemacht haben.

Zwischen 15 % und 18 % des Gesamtwerts

Die Immobilienfirma empfiehlt, dass die Investitionen in die Renovierung zwischen 15 % und 18 % des Gesamtwerts der Immobilie betragen sollten. Allerdings kann dieser Anteil je nach Bedarf auch höher ausfallen. Wenn die Immobilie zur Vermietung bestimmt ist, ist die Rentabilität geringer. Das Unternehmen schätzt, dass eine zu renovierende Immobilie, die 200.000 Euro kostet und in deren Renovierung etwa 50.000 Euro investiert werden, anschließend problemlos für 300.000 Euro verkauft werden kann.

Seinen Berechnungen zufolge kann die Renovierung einer etwa 75 bis 80 Quadratmeter großen Wohnung in einem Wohnviertel eine Rendite zwischen 12 und 14 Prozent erzielen. Zudem lässt sich dadurch die Verkaufszeit der Immobilie um die Hälfte verkürzen. Ohne Renovierung dauert es zwischen zwei und vier Monaten, bis eine Wohnung verkauft ist, während eine renovierte Wohnung bereits nach ein bis zwei Monaten verkauft ist.

via elindependiente.com